Herzlich willkommen auf der Seite der AGUS Rhein-Main + Wiesbaden-Limburg


Hinweise zum Arbeits- und Gesundheitsschutz

Hallo Kolleginnen und Kollegen

Ein herzliches Willkommen bei unserem Arbeitskreis „AGUS“.
AGUS steht für Arbeits-, Gesundheit- und Umweltschutz.
Ihr wisst sicher, dass Betriebsräte beim Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz ein gehöriges „Wörtchen mitzureden“ haben. Betriebsverfassungsgesetz, Arbeitsschutzgesetz, Arbeitsstätten-verordnung und Baustellenverordnung!
Dass sind ja nur einige der starken Instrumente die wir zur Verfügung haben, um unseren Kolleginnen und Kollegen ihr wichtigstes Gut zu erhalten: die Gesundheit! Mit unseren Informationen und Hinweisen möchten wir in erster Linie den Betriebsräten Hilfestellung geben, den Arbeits- und Gesundheitsschutz in ihren Betrieben zu verbessern. Dazu benötigt man einiges an Wissen und Information. Hierfür empfehlen wir besonders unsere vielseitigen Präsentationen und praktischen Falt-Flyer, die zu allen möglichen Gelegenheiten verwendbar sind. Sei es für die Betriebsversammlung, die Betriebsratssitzung oder für den Arbeitsschutzausschuss.
Wir, das sind der AGUS Rhein-Main und AGUS Arbeitskreis Limburg-Wiesbaden, würden uns zudem freuen, wenn sich der ein oder andere von euch dazu entschließt,
bei uns mitzumachen. Denn wir sind der Meinung, Arbeits- und Gesundheitsschutz geht alle was an. Gerne greifen wir auch Ideen auf oder unterstützen auch in Einzelfällen mit Rat und Tat. Schau dich doch einfach mal auf unserer hier Seite um.
Da findest du sicher einiges, was dich interessieren könnte.

Treffen der Arbeitsschützer am 4./5.3.2016 sehr erfahrungsreich  Foto IG BAU

Wochenendseminar 2016 des Arbeitskreises AGUS Rhein-Main + Wiesbaden-Limburg in Steinbach/Ts.
Foto IG BAU

Mittendrin statt nur dabei

Treffen der Arbeitsschützer am 4./5.3.2016 sehr erfahrungsreich

Das diesjährige Treffen des Arbeitskreises AGUS Rhein/Main und Wiesbaden/Limburg hatte beinahe familiären Charakter. Denn schon lange kennen sich die Akteure im Arbeitsschutz über die verschiedensten Netzwerke. Der Vorteil lag auf der Hand, denn wir benötigten nicht die üblicherweise langen Einführungsdiskussionen, sondern konnten direkt in die vielfältige Welt des Arbeits- und Gesundheitsschutzes einsteigen.
Durch das Programm führten die Kollegen Reiner Hauptvogel und Edgar Glasner.
Zu Beginn der Veranstaltung nahm der Vorsitzende des Bezirksverbandes, Kollege Günther Schmidt, die Gelegenheit wahr, um sich bei den anwesenden Mitgliedern des Arbeitskreises für deren Engagement zu bedanken.

Als Einstieg zeigte Kollege Reiner Hauptvogel einen aktuellen Filmbeitrag zum Thema „Cranclimbing“. Der Trend auf Krane zu klettern und sich dabei über „Selfies“ zu filmen, nimmt zunehmend auch in Deutschland überhand und stellt damit Baufirmen vor Sicherungsprobleme. Die Folge dürfte sein, dass Baustellen zukünftig 24 Std. überwacht werden müssen.
Was hat der Büroarbeitsplatzstuhl mit Ergonomie am Arbeitsplatz zu tun? Diese Frage erörterten die Kollegen mit ganz unterschiedlichen Diskussionsbeiträgen. Zuvor hatte Kollege Reiner Hauptvogel in einem Kurzvortrag über „dynamisches Sitzen“ informiert. Der zeigt auf, dass es vielen Mitarbeitern gar nicht bewusst ist, dass im Schnitt jeder von uns gut 2 Monate pro Jahr auf einem Stuhl verbringt. Da ist es wichtig, dass der Arbeitsstuhl Funktionen besitzt, die ein ständig wechselndes Sitzen ermöglichen. Vor allem auf den Baustellen trifft man immer wieder Sitzgelegenheiten an, die mit einem Arbeitsstuhl nicht viel gemeinsam haben oder nicht die entsprechende Mindestbestimmungen erfüllen. So ist beispielsweise ein Arbeitsstuhl ohne Armlehnen überhaupt nicht zulässig und muss daher ausgetauscht werden.
Abgerundet wurde der erste Tag unserer Veranstaltung durch einen Filmbeitrag, der im Rahmen des XX. Weltkongresses für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit in Frankfurt vorgestellt wurde. Frau Dr. Maja Storch erklärt in dem gut 30 Min. dauernden Vortrag unter dem Motto: „Klug entscheiden mit Kopf und Bauch“ welche Instrumente (Verstand und Gefühl) der Mensch hat um Entscheidungen zu treffen.

Den inhaltlich zweiten Teil der Veranstaltung bildeten die Themenschwerpunkte „UV-Strahlung“, „Workers-Memorial-Day“, „Staub“, „Prämienanreizsystem BG BAU“, „Unfallstatistik BG BAU“ und natürlich auch ein Rückblick auf die interne Arbeit des Arbeitskreises AGUS.
Kollege Reiner Hauptvogel stellt den aktuellen Bearbeitungsstand bei den Präsentationen “Staub“ und „Arbeiten bei Kälte“ vor. Abgeschlossen ist der Faltflyer „Arbeiten bei Kälte“, der aber noch nicht auf unserer Internetseite eingestellt ist. Das soll jetzt aber umgehend veranlasst werden, genauso wie das Berichterstattung-RH-Seminar-AK-AGUS-Rhein-Main-März-2016 Einstellen einer Liste unserer Arbeitskreismitglieder. Auch soll ein Begrüßungstext, der inhaltlich auf die Arbeit des Arbeitskreises eingeht, hinzugefügt werden.
Kollege Edgar Glasner berichtete über seine Erfahrungen mit der Antragstellung beim Prämienanreizsystem der BG BAU.
Neu hinzugekommen sind in diesem Jahr der angepasste Gehörschutz (Oplastiken) und Defibrillatoren. Die Höhe der Bezuschussung kann zu 50% betragen. Kollege Reiner Hauptvogel ergänzte die Ausführungen dahingehend, dass die Prämien die zur Bezuschussung freigegeben werden, zunächst im Präventionsausschuss diskutiert und empfohlen werden und dann in den Gremienlauf (Vorstand und Vertreterversammlung) müssen, bevor es zur Veröffentlichung kommt. Im Zusammenhang mit der Ersten Hilfe wäre es vorstellbar, dass man auch einen Sanitätsrucksack als Anreiz vorschlagen sollte.
Aus der Unfallstatistik der BG BAU ist erkennbar, dass die Wegunfälle in 2015 stark gestiegen sind. Das ist aus Sicht der Seminarteilnehmer aber nicht verwunderlich. Immer weitere Wege zur Arbeit, die längeren Arbeitszeiten und die ständige Gefahr der Ablenkung beim Fahren (durch die mobilen Freisprecheinrichtungen und das Lesen von SMS oder Einblenden von Nachrichten auf Displays) tragen zur Ablenkung des Fahrers bei, die dann oft unweigerlich in Unfällen enden.
Neben der Einwirkung von Sonnenstrahlen auf unsere Haut (Stichwort: UV-Strahlung und weißer Hautkrebs) werden sich Unternehmen und Betriebe auch mit der Frage der Staubvermeidung auseinandersetzen müssen. Wie Kollege Reiner Hauptvogel bereits ausführte, will der Arbeitskreis AGUS für die Betriebsräte dazu eine informative Unterstützung (Präsentation Staub) erarbeiten und zur Verfügung stellen.

Die Präsentation soll unter anderem beim kommenden Arbeitstreffen, welches für den 18.04.2016, ab 17:30 Uhr im Gewerkschaftshaus in Frankfurt geplant ist, freigegeben werden.
Wie immer können alle am Arbeits- und Gesundheitsschutz interessierte Kolleginnen und Kollegen zu diesem Termin kommen und sich einmischen.

Wochenendseminar des Arbeitskreis AGUS Rhein-Main in Steinbach/Ts.   Foto IG BAU

Wochenendseminar 2014 des Arbeitskreises AGUS Rhein-Main + Wiesbaden-Limburg in Steinbach/Ts.
Foto IG BAU

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Berichte und Schulungsveranstaltungen

Arbeitshilfen - Arbeitsschutz

Archiv

Hinweise zum Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz

BETRIEBSRAT & ARBEITSSCHUTZ

Folgend Arbeitshilfen bzw. Vorschriften in pdf-Format für
Ersthelfer, Elektrischer Strom, Kälte, Lasten, Leitern, Staub, Vibrationen usw.

Staub

Zum Bespiel Asbest
Asbest ist ein Sammelbegriff für eine Gruppe natürlich vorkommender Silikate. Asbest wird zum Gesundheitsrisiko, wenn er als Feinstaub in die Atemluft gerät. Zwar sind unsere Bronchien mit Flimmerhärchen ausgestattet, die die Atemwege von eingedrungenen Fremdstoffen reinigen, doch je nach dem Maß der Faserkonzentration, der Dauer der Belastung, dem Maß der Beschädigung der Flimmerhaare durch das Luftschadstoffgemisch Tabakrauch oder dem Ausmaß anderer schädlicher Einflüsse kann die Selbstreinigungskraft beeinträchtigt sein. Dann können Asbestfasern in die Lunge, in das Brust-, Rippen- oder Bauchfell eindringen und dort drei verschiedene Krankheitsbilder hervorrufen: Narbengewebe (Fibrose), Lungenkrebs (Asbestose) und Bauch- oder Rippenfelltumor (Mesotheliom).

In der EU ist der Einbau von Asbest, seit Mitte der 90er Jahren verboten!